Keine außergerichtliche Einigung im GWA-Streit erzielt

Mittwoch, 16. November 2005

McCann-Erickson hat den Vorschlag des GWA-Ältestenrats für einen außergerichtlichen Vergleich im Streit um die Studie von "Handelsblatt" und "Absatzwirtschaft" abgelehnt. Damit ist der letzte Versuch des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA gescheitert, eine einvernehmliche Einigung zwischen McCann-Erickson und seinem Kontrahenten Grey zu finden. Jetzt muss ein Gericht entscheiden, ob McCann-Erickson in seiner Klage gegen Grey Recht bekommt. Die Agenturgruppe beschuldigt ihren Wettbewerber, gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs verstoßen zu haben. Stein des Anstoßes ist die Studie "Agentur Images 05", die aufgrund mangelnder Qualitätsstandards für werbliche Zwecke nicht geeignet sein soll. Letzteres wurde durch Effie-Berater Jörg Goll bestätigt.

Grey-Chef Uli Veigel, der zugleich Vizepräsident des GWA ist, betont, dass der Verband mehrmals proaktiv versucht habe, eine Lösung zu finden. Jetzt müsse das Gericht die Entscheidung treffen. McCann-Chief-Operating-Officer Horst Wettlaufer stellt indessen fest, dass es Grey gewesen sei, die den Streit weitergeführt und somit ein ordentliches Klageverfahren aus rein formalen Gründen notwendig gemacht habe. bu



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