Kartellamt nickt Übernahme von Commarco durch WPP ab

Montag, 16. Mai 2011
WPP-Chef Martin Sorrell darf Commarco wie geplant übernehmen
WPP-Chef Martin Sorrell darf Commarco wie geplant übernehmen

Die Übernahme der Scholz & Friends-Holding Commarco durch die britische WPP-Holding kann wie geplant über die Bühne gehen. Das Bundeskartellamt erhebt keine Einwände gegen den Deal und hat den am 21. April angemeldeten Kauf freigegeben. Das geht aus der aktuellen Liste der von der Behörde veröffentlichten laufenden Zusammenschlussvorhaben hervor. Damit kann sich die weltweit größte Werbeholding die deutsche Agenturgruppe einverleiben. Die entsprechenden Formalitäten (Closing-Phase) können nun auf den Weg gebracht werden. Dazu gehört unter anderem die Übertragung der Unternehmensanteile auf den Käufer. Commarco war bislang zu rund 65 Prozent im Besitz des Finanzinvestors Cognetas, die restlichen 35 Prozent hielten das operative Management um die beiden CEOs Frank-Michael Schmidt und Christian Tiedemann sowie die Altgeschäftsführer Thomas Heilmann und Sebastian Turner. Sie alle dürften im Zuge der Übernahme kräftig Kasse machen. Der Kaufpreis liegt Schätzungen zufolge bei rund 140 Millionen Euro.

Zu Commarco gehören neben der Kernagentur Scholz & Friends Firmen wie GKK (Dialogwerbung), Deeplue Networks (integrierte Kommunikation) und United Visions (TV-Produktion). Die gesamte Gruppe erzielte zuletzt einen Umsatz von 133 Millonen Euro. mam
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