Kampagne gegen Beschneidung von Frauen

Dienstag, 23. März 1999

Gegen die weltweit praktizierte Genitalverstümmelung läuft jetzt eine bundesweite Aufklärungs-Kampagne von "(I)ntact", der internationalen Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen an, die bis Ende Mai dauern wird. Die Plakat- und Anzeigenkampagne, entwickelt von der Frankfurter Agentur Young & Rubicam, will auf den grausamen Beschneidungsritus aufmerksam machen. Dargestellt werden auf vier Motiven die Alltagsgegenstände Rasierklinge, Schere, Messer und Stopfnadel. Durch schockierende Texte wird die Verbindung mit der Beschneidung deutlich gemacht. Zwanzig Zeitschriften, darunter "Spiegel", "Taz" und "Cosmopolitan", unterstützen die Aktion durch kostenlose Schaltung. Außerdem werden 10.000 Plakate mit den genannten Motiven in allen Städten Deutschlands mit mehr als 200.000 Einwohnern verbreitet.
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