KNSK und Slagman trennen sich

Dienstag, 30. Mai 2000

Nach nur sieben Monaten haben sich die Führung von KNSK/Slagman und Henk Slagman wieder getrennt. "Unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten" über den künftigen Kurs der Agentur sind der Grund für die schnelle Trennung, die einvernehmlich von den Partnern und Geschäftsführern der Agentur unter Mitwirkung des Gesellschafters BBDO Group getroffen wurde. Die Trennung gibt Raum für Spekulationen: Bereits zum Start von Slagman war in der Branche darüber spekuliert worden, ob der ehemalige Springer & Jacoby-Geschäftsführer, der als tougher Neugeschäftsjäger gilt und zuletzt mit seiner Agentur Slagman's an der Elbe für Kunden wie Veltins, Pitstop und R & V arbeitete, langfristig mit KNSK-Frontmann Detmar Karpinski klarkommen würde. Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden dürfte es vor allem darüber gegeben haben, ob sich die Agentur künftig breiter aufstellen und ihr Know-how in Bereichen wie Interactive und Below-the-Line verstärken müsse.

Nach dem Weggang von Slagman will sich KNSK künftig wieder auf ihr urspüngliches Profil als Kreativagentur konzentrieren, aber auch die Beratung weiter ausbauen. Die Lücke, die Henk Slagman in der Beratung lässt, schließen die langjährigen Mitarbeiter Johannes Röhr und Rainer Henselek, die zu Geschäftsführern Beratung berufen wurden. Sie werden ebenso wie die Geschäftsführer Werner Knopf, Detmar Karpinski und Wolfgang Sasse, die ihre Gesellschafteranteile 1999 ganz an BBDO verkauft hatten, Anteile an der Agentur erwerben und möchten damit in die volle unternehmerische Verantwortung zurückkehren. Geschäftsführer Beat Nägeli wird keine Anteile übernehmen. Bei Slagman, der nun erst einmal eine "Denk- und Sendepause" einlegen wird, lagen bisher 30 Prozent der Anteile an KNSK. Die restlichen 70 liegen bisher noch bei der BBDO Group. Spannend dürfte vor allem die Frage werden, ob die von Slagman eingebrachten Kunden langfristig bei KNSK bleiben werden.
Meist gelesen
stats