KNSK übergibt Lucky Strike an Grey

Freitag, 25. Februar 2005

Die 16 Jahre dauernde Beziehung zwischen der Hamburger Agentur KNSK und der Zigaretten-Kultmarke Lucky Strike geht in diesem Sommer zu Ende. Das drohende Verbot von klassischer Zigarettenwerbung hat den Tabakkonzern BAT dazu bewogen, die Marke auch in Deutschland in die Obhut von Grey zu geben. Die jüngste Agentur im WPP-Netz betreut Lucky Strike bereits in allen Ländern außerhalb Deutschlands.

Ein Schritt, den auch Agenturchef Werner Knopf nachvollziehen kann. "Wir wissen schon lange, dass ein Werbeverbot kommt und dass der Etat zu Grey geht". Schließlich sei es für die Kreativen von KNSK auf Dauer nicht mehr die richtige Herausforderung "wenn künftig nur noch Aschenbecher zu gestalten sind".

Die klassische Kampagne, die Lucky Strike seit ihrer Wiedereinführung 1989 in Deutschland zu einem Marktanteil von 5,4 Prozent geführt hatte, funktioniere nach wie vor, betont Knopf. "Das beweisen alle Tests", will er Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die monierten, die Kampagne sei in die Jahre gekommen.

Um Ersatz für den Millionenetat will sich Knopf frühestens im Sommer kümmern, falls Neugeschäft bis dahin nicht bereits von alleine zur Agentur gefunden haben sollte. "Das wäre dann das erste mal, dass wir aktive Geschäftsakquise betreiben", zeigt sich Knopf gewohnt selbstbewusst. si
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