KNSK-Verhandlungen mit BBDO geraten ins Stocken

Donnerstag, 06. September 2001

Zwischen BBDO und KNSK ist es zu einem Konflikt um den Rückkauf der KNSK-Anteile gekommen. Branchengerüchten zufolge treten die Verhandlungen von KNSK mit BBDO auf der Stelle, weil es Differenzen über die Vertragsmodalitäten gibt. Düsseldorfer Brancheninsider sprechen sogar von verhärteten Fronten und halten selbst ein Scheitern der Gespräche für möglich.

Im Moment hält BBDO 100 Prozent der Anteile an KNSK. Die Hamburger hatten ihre Anteile 1998 vollständig an BBDO verkauft. Die Anteile von Henk Slagman gingen nach dessen Ausstieg bei KNSK ebenfalls an BBDO. Jetzt will KNSK 51 Prozent der Anteile zurückkaufen, um die Geschäfte wieder unabhängig zu führen. Der Rückkauf der Anteile soll rückwirkend zum 1.1.2001 besiegelt werden.

BBDO-Sprecher Thomas Huber bestreitet, dass es Differenzen gebe: "Wir sind uns über die Konditionen einig. Es gab nur noch keinen Notartermin." Insider gehen jedoch davon aus, dass Probleme mit konkurrierenden Kunden der Knackpunkt sind. Die Hamburger haben offenbar die Sorge, sie könnten bestehende Kunden verlieren, sollte BBDO Unternehmen aus deren Branche als Neukunden gewinnen.

Gerade größere Kunden bestehen häufig auf Konkurrenzausschluss und könnten KNSK den Laufpass geben, sollte BBDO mit einem ihrer Konkurrenten ins Geschäft kommen. In einem solchen Falle würde es KNSK auch die Mehrheitsbeteiligung nichts nützen. In Düsseldorf kursieren bereits Gerüchte, dass die KNSK-Köpfe sich auf lange Sicht auch ganz von BBDO lösen könnten, wenn die Verhandlungen scheitern sollten.
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