Jung von Matt und DDB holen TUI-Europa-Etat

Dienstag, 07. Januar 2003
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TUI Jung von Matt DDB Deutschland Massenmarke Hannover Finnland


Der weltweit größte Reisekonzern TUI in Hannover hat den europaweiten Etat für seine Massenmarken an das Duo Jung von Matt und DDB vergeben. Die beiden Agenturen zeichnen künftig für die Kreation in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Großbritiannien und Deutschland verantwortlich.

Zur Disposition steht die Werbung für die so genannten Aligned Brands innerhalb der World of TUI, die in der rot-weißen Optik auftreten, aber eigenständige Namen haben. Dazu gehören Reisebüros wie die TUI Reisecenter, Fluggesellschaften wie die britische Britannia und Veranstalter wie TUI Deutschland oder Fritidsresor in Schweden. Nicht betroffen sind die "Endorsed Brands" wie Dr. Tigges und Airtours, die weiterhin in eigenständiger Optik auftreten und spezielle Zielgruppen erreichen sollen.

Mit im Pitch waren außerdem Scholz & Friends, Grey Worldwide, Saatchi & Saatchi sowie Springer & Jacoby. S&J, der bisherige Deutschland-Etathalter der Veranstaltermarke TUI, hatte sich vorzeitig aus dem Pitch zurückgezogen, da die Agentur sich grundsätzlich nicht an Ausschreibungen für Budgets beteiligt, die sie bereits hält. Eine Entscheidung, die TUI-Konzernmarketingchef Michael Lambertz nicht versteht: "Verglichen mit dem jetzigen Etatvolumen hatte S&J nur einen Teiletat. Ich kann den anderen Ländern nicht einfach eine deutsche Agentur vor die Nase setzen." Zur genauen Budgethöhe äußert sich Lambertz nicht.

Die neue Kreation soll bis April erarbeitet werden, die klassischen Kampagnen starten im August. Basismedium wird wie bisher TV sein, ergänzt durch Abverkaufsanzeigen und Radiospots. Für die Mediaplanung in Deutschland, Schweiz, Polen und Österreich wird weiterhin Mediacom verantwortlich sein. Großbritannien, Benelux und die nordischen Länder werden derzeit noch von einzelnen Agenturen betreut. Das könnte sich jedoch bald ändern. Lambertz: "Mediacom wird bleiben, aber wir suchen nach mehr Effizienz in der Mediaplanung." Das Gesamtvolumen liegt im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
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