Jung von Matt stößt mit Kampagne für "Deutsch" an die Geschmacksgrenze

Mittwoch, 31. Oktober 2007
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Aufmerksamkeit dürfte der Werbung für das Lifestyle-Magazin "Deutsch" aus dem Kölner Rudolf-Heber-Verlag sicher sein. Denn einige der seit voriger Woche geschalteten Motive zeigen sodomistische Handlungen. Der Auftritt erscheint bis Jahresende in Titeln wie "Monopol", "Cicero", "Gala" und "Glamour". Verantwortliche Werbeagentur ist Jung von Matt/Neckar in Stuttgart. Deren Geschäftsführer Daniel Adolph räumt ein, dass die Motive provozieren und größtmögliche Aufmerksamkeit schaffen sollen". Gleichzeitig weist er So domie-Vorwürfe zurück. "Diese Assoziation liegt allein beim Auge des Betrachters", so Adolph. Zudem betont er, dass eine solche Kampagne für den Referenzrahmen von "Deutsch" gar nicht besonders ungewöhnlich sei und nennt Auftritte von Dolce & Gabana, Sisley und Diesel.

Beim Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) sieht man die Arbeit dagegen sehr kritisch. "Ich habe meine Zweifel, ob solche Motive mit unseren Verhaltensregeln vereinbar sind", erklärt Sprecher Volker Nickel. Dahinter dürfte auch die Sorge vor Werberegulierungen aus Brüssel stecken. Dem Werberat, für den Nickel ebenfalls spricht, liegen bislang keine Beschwerden vor. Bemerkenswert ist, dass die Kampagne aus der Agentur von GWA-Präsident Holger Jung stammt, der zugleich ZAW-Vize ist. mam

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