Jubelnde Konkurrenten: So verabschiedet BBH Sir Alex Ferguson

Dienstag, 14. Mai 2013
Das von BBH gestaltete Motiv (Bild: BBH)
Das von BBH gestaltete Motiv (Bild: BBH)

Alex Ferguson ist eine weltweit anerkannte Trainerlegende: Seit schier unfassbaren 27 Jahren coacht er Manchester United, in dieser Zeit holte er mit dem englischen Spitzenclub 13 Meisterschaften, fünf nationale Pokale und gewann zweimal die Champions League. Entsprechend groß waren der Schock und die Trauer, als "Fergie" kürzlich seinen Rücktritt zum Saisonende verkündete. Es gab dennoch Menschen, die sich über die Nachricht eventuell gefreut haben. Wer, das zeigt die Agentur Bartle Bogle Hegarty auf einem Anzeigenmotiv, mit dem ein zwölfseitiges Ferguson-Special der Wochenzeitung "The Observer" beworben wird. Alex Ferguson und Manchester United: diese Kombination stand - von der weltweit überragenden Strahlkraft des ehemaligen Arbeiterclubs ganz zu schweigen - untrennbar für sportlichen Erfolg. So untrennbar, dass einige Konkurrenten über Fergusons Rücktritt frohlocken dürften. Das jedenfalls suggeriert die Anzeige, die BBH für den Sonderteil des "Observer" gestaltet hat.

"Sir Alex Ferguson tritt zurück. Ein trauriger Tag für den englischen Fußball" lautet die Copy auf dem Motiv, darüber sieht man Arsene Wenger (Arsenal London), Roberto Mancini (Manchester City) und weitere englische Clubtrainer - und zwar ausgelassen jubelnd. Wenger und Mancini gehörten mit ihren Vereinen zu Fergusons größten Kontrahenten. Nicht selten mussten beide gegen Manchester United bittere Niederlagen einstecken. Für sie dürfte der Rücktritt ihres namhaften Rivalen - so die Botschaft der Kampagne - nicht nur für Trauer sorgen. Die Anzeige soll die öffentliche Stimmung ergänzen und auf diese Weise für ein ganzheitliches Bild sorgen, teilen die Kreativen mit. Verantwortlich für die Kreation war bei BBH ein elfköpfiges Team um Richard Glendenning und Martha Riley.

Die Anzeige erschien am 11. Mai in der Wochenend-Ausgabe des "Guardian". Das beworbene Ferguson-Special beschäftigt sich auf zwölf Seiten mit der Karriere des Trainers. ire
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