Johnson & Johnson: Globaler Pitch "nicht kostengetrieben"

Dienstag, 07. August 2012
Die Deutschland-Zentrale von Johnson & Johnson in Neuss
Die Deutschland-Zentrale von Johnson & Johnson in Neuss


Kürzlich gab der Pharma- und Konsumgüterriese Johnson & Johnson bekannt, seinen Pool an Kreativagenturen einer Überprüfung zu unterziehen. Nun hat das US-Unternehmen Details zu dem Prozess offen gelegt. Gegenüber dem Branchendienst "Adage" sagte Marketingchef Michael Sneed, dass Kosteneffizienz zwar angestrebt werde, aber nicht der bestimmende Faktor sei.
Vielmehr gehe es Johnson & Johnson darum, wie man schnellere und besser Entscheidungen treffen könne, so Sneed. So sei angedacht, Marken unter den einzelnen Agenturen zu verschieben. Das könne zur Folge haben, dass im Zuge der Überprüfung Agenturen aus dem weltweiten Roster des Unternehmens verschwänden.

Insbesondere im Consumer-Bereich von Johnson & Johnson, der im vergangenen Jahr laut "Adage" gut drei Viertel der globalen Werbeausgaben von 2,6 Milliarden Dollar verschlungen hat, solle das Agenturmodell vereinfacht werden. Hier vertraut das Unternehmen auf Agenturen aus den Holdings WPP, Omnicom und Interpublic. Die Publicis-Agentur Razorfish kümmert sich um außeramerikanisches Digitalgeschäft - dieser Bereich sei jedoch kein Teil der Überprüfung, wie Kim Kadlec, weltweite VP Marketing, laut "Adage" versichert.

"Unsere Beziehung zu den Holding-Agenturen bleiben eng und wir sind sehr zufrieden mit ihnen", so Sneed. Jedenfalls würde man sich von keinem Dienstleister aus Performance-Gründen trennen. Nichtsdestotrotz will Sneed mit den Agenturen weiterführende Gespräche führen, um auszuloten, welche Agentur zu welcher Marke passt. Auf die Agenturen würden während des Prozesses keine größeren Kosten zukommen. ire
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