Jochen Rädeker ist neuer ADC-Sprecher

Samstag, 07. November 2009
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Jochen Rädeker ist heute mit großer Mehrheit zum neuen ADC-Vorstandssprecher gewählt worden.  Damit tritt der Inhaber der Stuttgarter Designagentur Strichpunkt wie erwartet die Nachfolge von Amir Kassaei, Kreativchef von der deutschen DDB-Gruppe, an. Rädeker war im Vorfeld vom ADC-Vorstand als einziger Kandidat für die Wahl zum Sprecher des Kreativclubs ins Rennen geschickt worden, was bei einigen Mitgliedern für Unmut gesorgt hatte. Bei der Jahreshauptversammlung, die heute im Hamburger Maritimen Museum stattgefunden hat, konnte er dann aber auch seine Kritiker überzeugen und vereinte 80 Prozent der Stimmen auf sich. Rädeker übernimmt den Posten zunächst nur für ein Jahr, weil die Vorstandssprecherwahl aufgrund des überraschenden Rücktritts von Kassaei im Sommer dieses Jahres außerplanmäßig stattgefunden hat. 

Unstrittig war auch die Entlastung des Vorstands, die der Werbefilmer Charly Leske eigentlich verhindern wollte. Letztlich waren es aber nur drei von rund 200 Stimmen, die sich gegen die Entlastung ausgesprochen hatten.

Diskutiert wurde heute auch noch einmal über das neue Kategoriensystem des ADC-Wettbewerbs, der kommenden Mai im Rahmen des ADC Festivals in Frankfurt stattfindet. Hier gab es ein Alternativkonzept von Guido Heffels, Matthias Jahn und Richard Jung, das generell positiv aufgenommen und besprochen wurde. Am Ende fiel die Entscheidung aber mit 80 zu 70 Stimmen gegen den Vorschlag von Heffels & Co. aus. Es soll nun eine Arbeitsgruppe gegründet werden, die über eine weitere Optimierung des Wettbewerbs diskutiert. Rädeker wünscht sich, dass Heffels, Jung und Jahn dieser Gruppe angehören werden.

Grundsätzlich sprachen sich die Mitglieder für die neue Satzung des Vorstands aus. Diese beinhaltet auch die Veränderung der Vorstandsstruktur. So wird es künftig nicht mehr wie bisher zwölf Sektionsvorstände geben, sondern nur noch sechs Sektionsvorstände, die von sechs Fachvorständen unterstützt werden. Insgesamt zeigt sich Vorstandssprecher Rädeker zufrieden mit dem Ablauf der Jahreshauptversammlung: "Es wurde sehr konstruktiv diskutiert. Das hätte angesichts der vielen Debatten im Vorfeld auch ganz anders ausgehen können." Auch Ex-Vorstandssprecher Kassaei meldete sich heute noch einmal zu Wort und räumte ein, dass er wohl aufgrund seiner Persönlichkeit grundsätzlich nicht die richtige Person für das Sprecheramt in einem Verband sei. bu
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