Jobangebote für Werber bleiben Mangelware

Donnerstag, 06. Februar 2003

Fast 60 Prozent weniger Stellenangebote zählte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) in den Printmedien des vergangenen Jahres. Gleichzeitig erreichte die Arbeitslosenquote bei den Werbefachkräften den historischen Höchststand von 4,9 Prozent. Während Grey-Chef Bernd M. Michael nicht an die baldige Wende am Arbeitsmarkt glaubt, geht man bei BBDO, TBWA und Springer & Jacoby davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. Hoffnung signalisiert auch der ZAW: "Der Rückgang der Offerten hat sich in der zweiten Hälfte 2002 spürbar von 60 auf 40 Prozent verlangsamt."

Unabhängig davon zeigen die ZAW-Zahlen nur einen Teil der Realität, da sie nur die klassischen Print-Personalanzeigen erfassen. Die sind in der Branche allerdings immer seltener angesagt. Einerseits wächst die Zahl hoch qualifizierter Initiativbewerbungen und andererseits setzen namhafte Unternehmen und Agenturen bei der Personalakquise zunehmend auf das Internet. Vor allem die Karriereseiten auf der eigenen Homepage haben sich zu einer wichtigen Säule im Personalmarketing entwickelt.
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