JWT verliert Bonbonmarke Halls und muss um Jacobs kämpfen

Freitag, 24. Mai 2013
JWT-Chef Bob Jeffrey (Foto: JWT)
JWT-Chef Bob Jeffrey (Foto: JWT)

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Agenturnetzwerk JWT und dem Lebensmittelhersteller Mondelez steht derzeit unter keinem guten Stern. Nachdem das Unternehmen vor kurzem den internationalen Etat für die Frischkäsemarke Philadelphia bei der WPP-Agentur abgezogen hat, verliert JWT nun auch das Mandat für die Bonbonmarke Halls. Das berichten internationale Fachmedien. Halls stammt aus Großbritannen und wird in Europa vor allem dort sowie in Irland, Spanien, Griechenland, Italien und Skandinavien vertrieben. Auch in der Schweiz ist die Marke präsent. Der Etat geht ohne Pitch an Wieden + Kennedy. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass JWT bis zum Jahresende für einige Märkte außerhalb Europas weiterarbeitet. Darauf hat die Agentur jedoch verzichtet und das komplette Mandat zurückgegeben. "Am Ende des Tages ist es unfair, unsere Teams darum zu bitten, einen Kunden glücklich zu machen, der uns nicht gebührend respektiert", schreibt der weltweite JWT-Chef Bob Jeffrey in einer Mail an seine Mitarbeiter.

Für das Netzwerk könnte es noch schlimmer kommen. Dem Vernehmen nach steht ein weiterer wichtiger Mondelez-Etat auf der Kippe. Nach Informationen von HORIZONT.NET aus dem Umfeld der Beteiligten läuft derzeit ein Pitch um das Europa-Budget für die Kaffeemarke Jacobs. Das Mandat lag viele Jahre in Händen von JWT Deutschland. Bis zur Schließung der Niederlassung Ende vorigen Jahres kümmerte sich das sogenannte Coffee Center of Excellence in Hamburg um den Kunden. Die Betreuung des Kunden wurde zu JWT London verlagert. Eine Bestätigung für den Pitch gibt es bislang weder von Agentur- noch von Kundenseite. mam
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