JWT macht mit Hinz & Kunzt für Obdachlose mobil

Freitag, 04. Februar 2011
Kampagnenmotiv der Obdachlosenzeitung Hinz & Kuntz
Kampagnenmotiv der Obdachlosenzeitung Hinz & Kuntz

Die Hamburger Obdachlosenzeitung "Hinz & Kunzt" hat eine Kampagne gegen Wohnungslosigkeit und leer stehende Immobilien gestartet, die von dem Hamburger Büro der Werbeagentur JWT entworfen wurde. Der Termin kommt nicht von ungefähr, denn am 20. Februar wählen die Hamburger einen neuen Senat, und der Wahlkampf geht in die heiße Phase. Hier will Hinz & Kunzt mit der Aktion "Stimmen gegen Wohnungslosigkeit und Leerstand" einen deutlichen Kontrapunkt setzen.
Im Auftrag der Obdachlosenzeitung hat JWT daher eine Kampagne entwickelt, die jeden Hamburger auffordert, Solidarität zu zeigen, mitzudiskutieren und online abzustimmen. Leer stehende Immobilien sollen markiert und dadurch sichtbar gemacht werden. Plakate, Aktionen in Fußgängerzonen und ein Kurzfilm auf dem Internetportal Youtube sollen auf die Nöte der Obdachlosen hinweisen und zugleich den Missstand anprangern, dass in Hamburg derzeit 1000 Wohnungen und 1,3 Millionen Quadratmeter Büroflächen leer stehen.

Protagonisten der Kampagne sind Obdachlose, deren Porträts von der Künstlerin Isabelle Göntgen aus Wellpappe geschnitten wurden. Neben jedem Anzeigenmotiv steht ein handgeschriebener Spruch wie: "Mehr leere Wohnungen als Obdachlose muss nicht sein" oder "Unter diesem Dach wohnt keiner. Unter der Brücke wohn ich".

Die Kampagne findet im Internet ihre Fortsetzung, wo Hinz & Kunzt neben dem Spot auf Youtube auch auf Facebook präsent ist. Auf der Plattform Tuwasdagegen.de können die Hamburger außerdem über den Leerstand von Wohnungen abstimmen und nicht bewohnte Wohnungen melden.

Für die Kreation und Konzeption der Kampagne zeichnet CCO Till Hohmann verantwortlich. Die Werbeagentur, die zu der Londoner WPP-Holding gehört, ist seit vergangenem Jahr wieder mit einem Büro in Hamburg vertreten und bezeichnet sich selbst als das "Innovationszentrum" von JWT in Deutschland. ejej
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