JWT entlässt Kreative / WPP-Haus in Frankfurt

Freitag, 26. Juni 2009
JWT-Chef Martin Wider trennt sich von Personal
JWT-Chef Martin Wider trennt sich von Personal

Der Verlust der Etats von Vodafone und Knorr und die auch sonst wenig erfreuliche Entwicklung der Agentur JWT zeitigt Konsequenzen. Die WPP-Tochter schließt ihre FFF-Abteilung und trennt sich von mehreren Kreativen. Dem Vernehmen nach sollen insgesamt rund 20 Mitarbeiter die Agentur verlassen. Die Agentur bestätigt, dass Stellen wegfallen und kündigt für Montag eine Pressemitteilung zum Thema an. Wie es heißt, gäbe es nach den beiden Etatverlusten vor allem in der Kreation zu viele Mitarbeiter für zu wenig Arbeit. Der Vertrag mit Vodafone läuft Ende Juni aus, für Knorr war JWT trotz der Kündigung Ende vorigen Jahres noch bis vor einigen Wochen tätig. Weiterhin an Bord bleiben Kreativchef Mike Ries und Executive Creative Director Harald Wittig. Auf der Ebene darunter soll es aber einige Kreativdirektoren erwischen. Nach der Kündigungswelle sollen laut JWT-Angaben noch acht Kreativteams übrig bleiben.

Dass die FFF-Abteilung ohne die beiden Großkunden Vodafone und Knorr geschlossen werden würde, war zu erwarten. In Zukunft will JWT seine TV-Produktionen mit der Firma CFS Krug von Hermann Krug realisieren. Dabei soll CFS als outgesourcte FFF-Abteilung arbeiten. Nicht geplant ist dagegen, dass der frühere S&J- und JvM-Filmchef bei JWT einsteigt.

Der im JWT-Haus am Frankfurter Schwedlersee freigewordene Platz soll von anderen WPP-Agenturen genutzt werden. So ist vorgesehen, dass die Niederlassungen von Grey und Argonauten G2 in Frankfurt mit in das Gebäude einziehen, in dem bereits die Schwesteragenturen Hill & Knowlton und DSB&K untergebracht sind. Grey und Argonauten G2 sitzen bislang zusammen mit Consell in eigenen Büros am Frankfurter Osthafen. Auch Consell soll mit in das Haus am Schwedlersee ziehen. mam
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