Invasion auf Hamburg: Mylittlejob entert Agenturen aus der Luft

Mittwoch, 19. Dezember 2012
Gründer von Mylittlejob: Marlon Litz-Rosenzweig und Daniel Barke
Gründer von Mylittlejob: Marlon Litz-Rosenzweig und Daniel Barke

Feierabend um 18 Uhr? Gerade für Mitarbeiter in Agenturen ein Traum, der nur selten wahr wird. Das muss nicht sein, findet das Hamburger Start-up Mylittlejob und überraschte vergangene Woche das Personal von Jung von Matt, Scholz & Friends, Serviceplan, Grabarz & Partner, Deepblue und Kolle Rebbe mit einem ungewöhnlichen Marketingstunt. Bei diesem waren kurz vor Feierabend zuerst nur laute Rotorengeräusche von draußen zu hören. Beim Blick durchs Fenster entdeckten die Mitarbeiter dann ein Hubschrauber-ähnliches Flugobjekt, das mit LED-Bannern versehen war. Mit personalisierten Botschaften wie "Wir bleiben unzufrieden. Mit euren Überstunden" (Jung von Matt) oder "Für mehr Zeit mit Deinen Freunden statt bei Friends" (Scholz & Friends) machte das auf die Vermittlung qualifizierter Studentjobs spezialisierte Unternehmen auf sich aufmerksam.

Das Ziel der von Leagas Delaney, ebenfalls Hamburg, erdachten Aktion: Das Stellenportal vor allem bei Unternehmen - also potenziellen Auftraggebern - bekannter zu machen. Derzeit seien rund 4000 Studenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien und den USA registriert, aber erst 100 Unternehmen.

Warum sich die beiden Gründer Marlon Litz-Rosenzweig und Daniel Barke auf die Agenturbranche fokussiert haben? "Kreativagenturen sind als Zielgruppe sehr spannend für uns, da gerade bei ihnen viele kleine Jobs anfallen, bei denen wir eingreifen können", so Litz-Rosenzweig. Durch die Auslagerung von Jobs an Studenten komme man durch Mylittejob schneller zu effizienten Ergebnissen und die Mitarbeiter könnten währenddessen ihre eigenen Qualifikationen effektiver einsetzen. Um dieses Prinzip anschaulich darzustellen und man nicht einfach mal so in die Agenturen zum Geschäftsführer spazieren kann, haben sich die beiden für den Anflug von außen entschieden.

Die Aktion stieß laut Barke bereits auf Resonanz: "Wir haben von vielen Mitarbeitern der Agenturen eine Rückmeldung erhalten. Vor allem auch, weil wir bisher ja noch nicht veröffentlicht haben, was genau es eigentlich war, was vor ihren Fassaden geflogen ist. Jede Agentur bekommt dafür ihr personalisiertes "Oktokoptervideo", welches die Aktion vor der jeweiligen Agentur zeigt. Wir glauben daher, dass auch noch einiges an Resonanz folgen wird."

Neben Leagas Delaney, die sich auch um die Produktion gekümmert hat, waren auch das Copter Project der PI Group Production und Antiboring Units in Hamburg (LED-Technik und Programmierung) an der Aktion beteiligt. jm
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