Interpublic verliert im 2. Quartal Umsatz in Europa und den USA

Freitag, 27. Juli 2012
Interpublic-Chef Michael Roth
Interpublic-Chef Michael Roth

Auch die US-Werbeholding Interpublic bekommt die Euro-Krise zu spüren. Hinzu kommen Schwierigkeiten im US-Markt. Dort wirken sich mehrere Etatverluste aus, unter anderem von SC Johnson und Microsoft. Unter dem Strich verbucht die Muttergesellschaft von Agenturgruppen wie McCann, Draft FCB und Mediabrands (Initiative, Universal McCann) für das 2. Quartal einen Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf 1,72 Milliarden US-Dollar. Betrachtet man nur das organische Wachstum (ohne Währungseffekte und Akquisitionen), ergibt sich ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Der Nettogewinn ging um rund 3 Prozent auf 105 Millionen Dollar zurück. Für das 1. Halbjahr weist der Konzern ein Umsatzplus von 0,2 Prozent auf 3,22 Milliarden Dollar aus. Das organische Wachstum für diesen Zeitraum liegt bei 1,7 Prozent.

In Kontinentaleuropa hat Interpublic im 2. Quartal 11,5 Prozent seines Umsatzes verloren (organisch: 2,5 Prozent). Für den Zeitraum Januar bis Juni liegt das Minus bei 10,4 beziehungsweise 3,8 Prozent. Auch in den USA hat das von CEO Michael Roth geführte Unternehmen Federn lassen müssen. Hier beträgt der Umsatzrückgang im 2. Quartal 3,7 Prozent (organisch: 3,2) und im 1. Halbjahr 1,2 beziehungsweise 0,4 Prozent. Zulegen konnte Interpublic dagegen in Großbritannien sowie in den Regionen Asia/Pacific und Lateinamerika.

Von den einzelnen Unternehmensbereichen hat sich die "Constituency Management Group", zu der Agenturmarken wie Weber-Shandwick und Golin Harris (PR) sowie Jack Morton (Brand Experience) und Futurebrand (Design) gehören, am besten entwickelt. Hier liegt das Plus im 2. Quartal bei 8,7 Prozent (organisch: 8,0). Die "Integrated Agency Networks" mit der McCann Worldgroup, Draft FCB, Lowe & Partners und Mediabrands hat dagegen 3,3 beziehungsweise 0,5 Prozent verloren.

Holding-Chef Roth erwartet für das 2. Halbjahr ein stärkeres Wachstum und hält an der Wachstumsprognose von plus 3 Prozent fest. In der vergangenen Woche hatten bereits die Interpublic-Wettbewerber Omnicom und Publicis ihre Quartalszahlen veröffentlicht. mam  
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