Interpublic korrigiert Bilanzen erneut

Donnerstag, 14. November 2002
Unter Druck: John Dooner
Unter Druck: John Dooner

Die Werbeholding Interpublic Group of Companies (McCann-Erickson, FCB, Lowe) muss ihre Bilanzen erneut korrigieren. Die Fehlbuchungen beim Agenturnetzwerk McCann-Erickson für den Zeitraum 1997 bis 2001 betragen laut Interpublic-Management jetzt 181,3 Millionen Dollar. Erst vor wenigen Wochen hatte die Holding eingeräumt, der entdeckte Fehlbetrag liege statt der ursprünglich genannten 68 Millionen Dollar bei 120 Millionen Dollar.

Wegen der neuerlichen Bilanzkorrektur hat der Konzern nur eine unvollständige Quartalsbilanz vorgelegt. Der Rumpfbilanz zufolge erwirtschaftete der Konzern im 3. Quartal Honorarumsätze in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Die vollständigen Zahlen sollen am 19. November präsentiert werden. Gleichzeitig gab Interpublic bekannt, dass man auf der Suche nach einem Chief Operating Officer sei. Diesen Posten gibt es bei der Holding bislang nicht.

Branchenkenner werten dies als weiteren Dämpfer für CEO John Dooner. Erst vor kurzem wurde ihm im Kontrollgremium von Interpublic der ehemalige Finanzchef Frank Borelli als "Presiding Director" an die Seite gestellt. Auch nach einem neuen CFO für McCann-Erickson wird weiter gesucht, nachdem des bisherige CFO Salvatore LaGreca seinen Rücktritt erklärt hat.
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