Interpublic entdeckt weitere Luftbuchungen und will Octagon verkaufen

Freitag, 07. März 2003

Die Interpublic Group of Companies hat ein weiteres Mal seine Bilanzen der Jahre 1997 bis 2001 korrigieren müssen. Mit der Veröffentlichung der Bilanz für das 4. Quartal 2002 gab die Werbeholding bekannt, dass zusätzlich zu den bereits bekannten Fehlbuchungen in Höhe von 181,3 Millionen US-Dollar, weitere 165,7 Millionen US-Dollar hinzukommen, die nun ebenfalls in der Kasse fehlen. Ein großer Teil (135,8 Millionen) davon sind Octagon Motor Sports zuzuordnen. IPG will das in den Büchern viel zu hoch bewertete Unternehmen nun verkaufen oder sogar schließen.

Der neue CEO und Chairman David Bell hatte zugleich schlechte Nachrichten für das vierte Quartal zu verkünden, denn sowohl Octagon als auch McCann-Erickson lieferten ein schwaches Ergebnis. So gingen der Umsatz der Holding im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent zurück. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um 78,9 Prozent ein. Für das gesamte Geschäftsjahr 2002 verzeichnet Interpublic einen Umsatzrückgang um 8,7 Prozent. Für 2003 wird ein Geschäftsrückgang zwischen einem und vier Prozentpunkten erwartet. Um Kosten zu senken, hat die Holding unter anderem auch spürbar Personal abgebaut. Seit 2001 sind rund 3300 Arbeitsplätze gestrichen worden. hjs
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