Interpublic: Umsatz und Gewinn brechen ein

Mittwoch, 29. Juli 2009
Interpublic-CEO Michael I. Roth
Interpublic-CEO Michael I. Roth

Interpublic muss wegen der Wirtschafts- und Werbekrise deutlich Federn lassen. Der Konzern, zu dem Agenturen wie McCann-Erickson, Draft FCB, Lowe, Initiative und MRM Worldwide gehören, erzielte im zweiten Quartal 2009 einen Nettogewinn von gerade einmal 27,8 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Im 2. Quartal des Vorjahres hatte Interpublic noch 95,1 Millionen Dollar verdient. Auch die anderen Kennzahlen sind - ähnlich wie beim Wettbewerber Omnicom - alles andere als erfreulich. So brach der Umsatz von 1,84 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf nur noch 1,47 Milliarden Dollar ein.

"Unser 2. Quartal zeigt die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf unsere Industrie", begründet Interpublic-CEO Michael I. Roth die durchwachsene Bilanz. Vor allem die Krise der US-Autobauer hat Interpublic schwer getroffen. Laut Unternehmensangaben gehen ungefähr 4 Prozent des Umsatzverlustes auf wegbrechende Geschäfte mit Automarken und Events zurück. Das Ergebnis wurde außerdem mit Abfindungen in Höhe von knapp 30 Millionen Dollar belastet. 

Für die Zukunft ist Roth trotz allem optimistisch. Der Manager hofft, im 2. Halbjahr beim Umsatz das Niveau aus dem Vorjahr erreichen zu können. Dank erheblicher Kosteneinsparungen sei der Konzern gut aufgestellt, um seine Profitabilität im Falle einer Erholung der Wirtschaft wieder zu erhöhen, so Roth. mas
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