"Insider's Report" von Universal McCann: Werbespending in Deutschland sinken weiter

Montag, 13. Januar 2003

Einen Aufwärtstrend bei den Werbeausgaben macht die Mediaagentur Universal McCann in ihrem "Insider's Report on Advertising Expenditures", einem jährlich erscheinenden Ausblick auf die Werbekonjunktur, aus. Auf fast 5 Prozent werden die Werbespendings weltweit 2003 voraussichtlich anwachsen, prognostiziert der US-Wissenschaftler Bob Coen, auf dessen Forschungsergebnissen der "Insider's Report" basiert.

Für Deutschland fallen seine Erwartungen allerdings weniger optimistisch aus: Die Rezession sei noch nicht überwunden und der Konsum werde voraussichtlich frühestens Mitte des Jahres wieder anziehen, so der US-Forscher. Er geht von einem weiteren Sinken der Werbeaufwendungen um rund 2,5 Prozent aus. Nach Einschätzung von Universal McCann werden insbesondere die Spendings in Bereichen wie Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Computer und Energieversorgungsbetriebe deutlich reduziert werden.

Besonders rosig sind Coens Erwartungen hingegen für den US-Markt: Für ihn sagte der Experte bereits Ende des vergangenen Jahres ein Wachstum von rund 5 Prozent voraus (HORIZONT 50/2002). In den anderen Ländern werde das Werbevolumen in diesem Jahr auf 4,7 Prozent anwachsen, schätzt er. Auch in Italien erwartet die Tochter der Agenturholding Interpublic eine weitere Abnahme der Spendings, während vor allem in den Staaten Asiens und Lateinamerikas ein kräftiges Wachstum der Budgets erwartet wird.
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