Imagepolitur auf Rumänisch: McCann Erickson trickst Google aus

Montag, 28. November 2011
Das Image von Rumänen lässt zu wünschen übrig
Das Image von Rumänen lässt zu wünschen übrig

Suchmaschinenoptimierung mal anders: Der rumänische Kult-Schokoriegel Rom und seine in Bukarest ansässige Agentur McCann Erickson versuchen das miese Image des südosteuropäischen Landes mit einer spektakulären Mitmachaktion aufzupolieren. Anlässlich des Nationalfeiertags am 1. Dezember rufen die Initiatoren die weltweite Internetgemeinde dazu auf, auf Google positive Dinge über Rumänen zu suchen, um damit den Algorithmus und die daraus gewonnenen Suchvorschläge von Google zu beeinflussen. Hintergrund der Aktion ist der schlechte Ruf, den Rumänien und seine Bürger international genießen - und das auch im Internet. Gibt man bei Google als Suchbegriff etwa „Rumänen sind” ein, erscheint als erster Vorschlag für eine Vervollständigung der Suche „faul”. International sieht es nicht viel besser aus: „Dumm”, „lausig”, „hässlich” und „Diebe” sind nur einige von vielen Beleidigungen, die das Suchportal aufgrund der Häufigkeit der in dieser Art gestellten Anfragen in den jeweiligen Sprachen automatisch anbietet.

Damit soll jetzt Schluss sein. Der Schokoriegel Rom und McCann Erickson wollen bis zum Nationalfeiertag am 1. Dezember so viele Unterstützer wie möglich gewinnen, um die automatische Vervollständigung auf Google positiv zu beeinflussen. Möglich wird das auf der Kampagnenwebsite RomaniansAreSmart.com, die auch auf der Facebook-Seite von Rom eingebunden ist. Dort werden dem User bereits verschiedene Google-Suchen angeboten, die er nur noch per Mausklick auslösen muss. Die Suchanfrage „Rumänen sind intelligent” wird direkt in verschiedenen Sprachen angeboten - und wurde bei Redaktionsschluss bereits knapp 228.000 gestellt.

Laut McCann Erickson ist die Aktion bislang beispiellos. Den Fall, dass die Imageprobleme eines Landes offen thematisiert werden und Bürger beziehungsweise Sympathisanten dazu aufgerufen werden, sich in einer Massenbewegung zusammenzuschließen und daran selbst etwas zu ändern, hat es nach Angaben der Agentur noch nicht gegeben. mas
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