IPG und Springer & Jacoby wollen sich trennen

Freitag, 09. Dezember 2005
Holding will Anteile verkaufen
Holding will Anteile verkaufen

Die Hamburger Agentur Springer & Jacoby und die US-Werbeholding Interpublic Group of Companies (IPG) werden offenbar schneller als erwartet getrennte Wege gehen. Bei der Aufsichtsratssitzung Anfang dieser Woche haben sich die beiden Alteigentümer Reinhard Springer und Konstantin Jacoby laut "Manager Magazin" mit IPG-Vertreter Stephen Gatfield darauf geeinigt, so schnell wie möglich einen Käufer für den 51-Prozent-Anteil der US-Holding zu finden. Neben einem Management-Buyout kommt dabei der Verkauf an einen Finanzinvestor oder ein anderes Werbeunternehmen infrage. Interesse hat bereits die Agentur Scholz & Friends angemeldet. Sie könnte die Übernahme zusammen mit ihrem Hauptgesellschafter, der Beteiligungsgesellschaft Electra Partners Europe, stemmen. Zwar hat S&F-Vorstand Thomas Heilmann offiziell erklärt, dass "weder Scholz & Friends noch Electra ein Angebot abgegeben haben". Offenbar wird derzeit aber darüber beraten, ob man sich für eine Offerte entscheidet oder nicht.

Als weiterer Interessent für die IPG-Anteile an Springer & Jacoby gilt die US-Holding Omnicom. Sie dürfte es dabei in erster Linie auf den S&J-Kunden Mercedes-Benz abgesehen haben, dessen Muttergesellschaft Daimler-Chrysler zu ihren wichtigsten Auftraggebern gehört. Nach dem für Februar 2006 vorgesehenen Wechsel des bisherigen Deutschland-Chefs von BBDO, Olaf Göttgens, zur Mercedes Car Group könnte Beobachtern zufolge der Etat aber auch bald auf anderem Wege in der Omnicom-Gruppe landen. mam

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