IPG steuert Cokes globale Werbelinie

Dienstag, 05. Dezember 2000

Eine ungewöhnliche Marketing-Allianz hat die Coca-Cola Company mit der Interpublic Group of Cos. geknüpft. Mit Wirkung vom 1. Januar soll die zweitgrößte Werbeholding der Welt auf globaler Ebene als "Kreativ-Consultant" und "Ideen-Generator" der Flaggschiffmarke des Softdrinkriesen in Atlanta tätig werden. Die Liaison sieht die Gründung eines "Advisory Council" durch Interpublic vor, der eine konsistente Markenbotschaft für Coke quer durch sämtliche Marketingkommunikations-Plattformen entwickelt. Für Interpublic ist der Gewinn besonders süß, weil damit alte Bande neu und fester geknüpft werden: IPG-Agentur McCann-Erickson war seit 1955 Cokes Werbepartner, hatte 1992 jedoch den Status als Leadagentur verloren. Insgesamt beschäftigt Coca-Cola derzeit rund zehn Agenturen, darunter Leo Burnett, Cliff Freeman und Publicis. Erst im Oktober war Publicis zur Europa-Agentur ernannt worden. Die Marketing-Allianz mit Interpublic bedeutet nicht, dass IPG automatisch Cokes gesamtes Markengeschäft rund um den Globus erhält und bestehende Bindungen aufgelöst werden. Vielmehr sollen die regionalen Manager der Marke darüber entscheiden, welche Agenturen in ihren jeweiligen Gebieten die kreative Linie verantworten.
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