Historische Allianz zwischen Omnicom und Interpublic für Chevrolet

Mittwoch, 28. März 2012
GM-Vice President Joel Ewanick setzt auf den Commonwealth
GM-Vice President Joel Ewanick setzt auf den Commonwealth
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Chevrolet Omnicom Interpublic Allianz GM Kreationsetat Detroit


Für ihren Bluechip-Kunden General Motors (GM) schließen die New Yorker Agentur-Holdings Omnicom und Interpublic eine einzigartige Allianz. Mit Commonwealth gründen sie eine gemeinsame Agentur, die künftig den weltweiten Kreationsetat für die GM-Marke Chevrolet betreuen wird. Mit diesem Bündnis gewannen die beiden Wettbewerber den Pitch, den GM im Oktober 2011 ausgeschrieben hatte. An dem Review waren auch die französische Publicis-Holding und zur Überraschung vieler Branchenkenner auch die koreanische Agentur Cheil beteiligt. Doch beide konnten mit Commonwealth anscheinend nicht mithalten.

An dieser Agentur, die ihren Sitz in der GM-Stadt Detroit haben wird, sind Omnicom und Interpublic zu gleichen Teilen beteiligt. Sie soll vom Start weg 280 Mitarbeiter haben, die Omnicom bei ihrer Werbeagentur Goodby, Silverstein & Partners rekrutieren wird. Diese hat ihren Hauptsitz in San Francisco und hat vor kurzem schon ein Office in Detroit eröffnet. Bei Interpublic werden die Commonwealth-Mitarbeiter von McCann-Erickson abgezogen.

Gemeinsam werden sie alle internationalen Kampagnen für die Autos der Marke Chevrolet verantworten, die in 140 Ländern vermarktet wird. Das Honorar wird nach den jeweiligen geographischen Zuständigkeiten aufgeteilt. Bis dato war Goodby, Silverstein & Partners die Leadagentur von Chevrolet in den USA, wo rund 40 Prozent des Gesamtetats in die Werbung fließen. McCann war wiederum für die Märkte in Indien, Lateinamerika und Kanada verantwortlich.

Ob es bei dieser geographischen Aufteilung bei Commonwealth bleiben wird, ist noch nicht klar. In jedem Fall soll die Agentur laut Joel Ewanick, Vice President und CMO bei GM, sofort die Arbeit aufnehmen. Ausgenommen davon seien nur die Märkte in China, Indien und Usbekistan, wo er vorerst noch an den lokalen Partneragenturen festhalten will. Vor dem Kreationspitch bei Chevrolet hatte Ewanick bereits seine Mediaagentur-Beziehungen in einem Pitch überprüft.

Die Entscheidung über das 3 Milliarden Dollar schwere GM-Gesamtbudget fiel im Januar zu Gunsten der Aegis-Tochter Carat. "Mit dieser Konsolidierung werden wir in den kommenden fünf Jahren rund zwei Milliarden Dollar einsparen", sagt Ewanick. Ähnliche Spargründe vermutet die US-amerikanische Fachpresse auch hinter der Formation von Commonwealth. ejej
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