Henkel zieht Etat von Lowe ab

Freitag, 12. November 1999

Da aus der gerade bekanntgegebenen Fusion von Lowe und Lintas "Interessenskonflikte mit deren Unilever-Geschäften zu befürchten sind", zieht Henkel sein achtstelliges Waschmittel-Budget von der Lowe-Grupp ab. Lowe & Partners soll die Aktivitäten noch so lange weiterführen, bis eine Neuordnung gefunden ist. Henkel will das Budget angeblich keiner neuen Agentur anvertrauen, sondern auf ihre weiteren Stammagenturen verteilen. Der Düsseldorfer Konzern hebt die gute Zusammenarbeit mit ihrer Stammagentur hervor, die das Budget mehr als zwanzig Jahre lang verantwortet hat, die Zusammenarbeit sei durch eine "freundschaftliche und fruchtbare" Geschäftsbeziehung geprägt gewesen. Daher bedauert der Konzern diesen Schritt, wie Klaus Morwind, Mitglied der Geschäftsführung von Henkel, betont, "er gibt uns aber die Chance, noch effizienter zu werden". Bereits bei der Bekanntgabe der Fusion, hatte man in der Branche mit Etatverlusten aufgrund von Unternehmenskonflikten gerechnet (HORIZONT 44/99). Die Konstellation Henkel/Unilever galt dabei Deutschland als die kritischste. Allerdings gibt es insbesondere auf internationaler Ebene noch weitere Konfliktsituation, die gelöst werden müssen: Burger King/Denny's, Dell Computer/Sun Microsystems, General Motors/Toyota.
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