Henkel prüft Modell der Zusammenarbeit mit Agenturen

Donnerstag, 01. Oktober 2009
Henkel prüft die künftige Aufgabenverteilung zwischen Inhaberagenturen und Networks
Henkel prüft die künftige Aufgabenverteilung zwischen Inhaberagenturen und Networks

Der Henkel-Konzern ist nach Informationen von HORIZONT.NET dabei, sein Modell der Zusammenarbeit mit Agenturen zu überprüfen. Dem Vernehmen nach geht es dabei vor allem um die künftige Aufgabenverteilung zwischen stärker kreativ positionierten Inhaberagenturen und Networks. Einen ersten Schritt in diese Richtung hatte zuletzt die Haarkosmetiksparte von Henkel gemacht. Hier wurde die Rolle der Hamburger Agentur Kemper Trautmann gestärkt. Im Gegenzug wurde die Adaption bei BBDO gebündelt.

Einige Beobachter sehen darin Anzeichen für eine generelle Neuverteilung der Aufgaben. Heike Flottmann, frühere Geschäftsführerin bei BBDO und heute als Markenberaterin tätig, erwartet eine stärkere Ausdiffrenzierung zwischen "creative excellence" - sprich Ideenfindung und Entwicklung - und "operational excellence", womit vor allem die Umsetzung und Distribution von Kampagnen gemeint ist. Für die Networks sieht sie Perspektiven im Bereich der Umsetzung.

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Auch Pitchberater Oliver Klein glaubt, dass es künftig in erster Linie unter den Networks Anbieter geben wird, die noch stärker von Umsetzungsarbeiten leben - von einem allgemeinen Trend will er allerdings noch nicht sprechen.

Dennoch deuten sich Veränderungen an. Das sehen auch einige Agenturchefs so: "Es gibt den Automatismus nicht mehr, dass ein Network von der strategischen Beratung über Kreation bis hin zur internationalen Umsetzung einer Kampagne alle Aufgaben übernimmt - schon gar nicht über alle Disziplinen hinweg", sagt André Kemper, Co-Gründer von Kemper Trautmann. mam       
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