Heimat räumt bei der Klappe ab

Freitag, 15. Mai 2009
Gold für "Imagination" von Heimat für Hornbach
Gold für "Imagination" von Heimat für Hornbach

 Die Berliner Agentur Heimat ist der große Gewinner des Kreativwettbewerbs Die Klappe 2009, der vom Kommunikationsverband ausgerichtet wird. Die Kreativen aus der Hauptstadt sicherten sich bei der 29. Auflage des Awards die einzige Goldmedaille sowie 8-mal Silber und 4-mal Bronze. Überzeugt hat Heimat die Jury unter Vorsitz von Regisseur Martin Schmid vor allem mit dem Film "Imagination" aus der Kampagne Haus der Vorstellung für den Kunden Hornbach. Darüber hinaus konnte die Agentur mit Arbeiten für Audi und den Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken punkten.

Hinter Heimat war die Hamburger Agentur Kemper Trautmann erfolgreichster Teilnehmer. Sie sicherte sich drei silberne und elf  bronzene Klappen - mit Arbeiten wie "Urban Carver" für Audi und mit Filmen aus der Media-Markt-Kampagne "Die härtesten Kunden des Jahres II".

Erfolgreichste Produktionsfirma ist Markenfilm inklusive ihrer Tochter Erste Liebe vor Trigger Happy Productions. Bei den Kunden liegt Audi knapp vor Hornbach.

Auffällig ist, dass sich in diesem Jahr mehrere renommierte Agenturen wie Jung von Matt, Grabarz & Partner, TBWA und Ogilvy & Mather gar nicht erst an dem Wettbewerb beteiligt haben. Scholz & Friends war mit nur fünf Einsendungen dabei. Zudem waren keine großen Werbungtreibenden in der Jury vertreten. Einige hatten kurzfristig abgesagt.

Insgesamt wurden knapp 300 Filme eingereicht. Im Vorjahr waren es laut Pressemitteilung noch 527. Die Zahl der vergebenen Klappen liegt mit 40 aber um eine höher als 2008. Einige Jurymitglieder begründen dies damit, dass die Agenturen angesichts der reduzierten Award-Investitionen nur noch die besten Arbeiten einreichen würden. Dennoch: Bis auf wenige Highlights war das allgemeine Niveau nur mäßig.

Besonders enttäuschend war die Qualität in der Kategorie Nachwuchs. Der dort gestellten Aufgabe, einen gute Idee zum Thema "Rettet den Fisch" zu entwickeln und umzusetzen, wurde keine der wenigen Einsendungen auch nur ansatzweise gerecht - trotz eines Preisgelds von 2000 Euro und einer Reise zum Young Lions Award nach Cannes. Um hier für eine akzeptable Qualität zu sorgen, will der Kommunikationsverband das Gespräch mit Hochschulen suchen. Außerdem will man mit dem VDW und dem Spotlight-Wettbewerb über eine mögliche Kooperation im Nachwuchsbereich reden. mam 
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