Havas und Omnicom wachsen wieder - außer in Europa

Dienstag, 20. April 2010
Tun sich in Europa schwer: Omnicom-Boss John Wren ...
Tun sich in Europa schwer: Omnicom-Boss John Wren ...
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Europa Omnicom Werbemotor Umsatz USA Euro RSCG Asien-Pazifik


Der Werbemotor scheint allmählich wieder anzuspringen, zumindest in der globalen Betrachtung. Mit Omnicom und Havas haben gleich zwei große Holdings steigende Umsätze für das 1. Quartal 2010 gemeldet. Allerdings kann Europa nicht von der positiven Entwicklung profitieren. Zwar erzielten sowohl Omnicom (Plus 2,1) als auch Havas (Plus 1,5 Prozent) ein organisches Wachstum. Die Impulse kamen aber in beiden Fällen nicht aus den gesättigten Werbemärkten in Europa, sondern zu großen Teilen aus Wachstumsregionen.

... und Havas-Chef Vincent Bolloré
... und Havas-Chef Vincent Bolloré
So erreicht die Holding Havas, zu der Agenturen wie Euro RSCG Worldwide und die Mediaagentur MPG gehören, in Lateinamerika und der Region Asien-Pazifik ein organisches Wachstum von 15,1 Prozent. Das Plus in den USA fällt mit 5,2 Prozent bereits deutlich geringer aus, in Europa bleibt die Entwicklung nach einem Minus von 7,6 Prozent im Vorjahr mit einem erneuten Rückgang um 3 Prozent negativ. Insgesamt stieg der weltweite Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 325 auf 329 Millionen Dollar, in Europa sank der Umsatz leicht von 181 auf 179 Millionen Dollar.

Omnicom: Die Umsätze der einzelnen Sparten
Omnicom: Die Umsätze der einzelnen Sparten
Ähnlich sieht die Entwicklung bei Omnicom aus. Die Holding, unter deren Dach große Werbeschmieden wie DDB, BBDO und TBWA genauso angesiedelt sind wie die Mediaagenturen OMD und PHD, verdankt ihr organisches Wachstum in Höhe von 2,1 Prozent im Wesentlichen den USA, wo Omicom ein Plus von 5,1 Prozent einfährt sowie den "anderen Regionen", die um 3,2 Prozent zulegen. Dass Omnicom seinen Gesamtumsatz unter dem Strich um 6,3 Prozent auf insgesamt 2,9 Milliarden Dollar steigern kann, ist allein auf die Entwicklung in diesen Märkten zurückzuführen.

Ganz anders sieht es in Europa aus: Großbritannien kommt mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent noch mit einem blauen Auge davon, doch in den Euro-Staaten scheint die Wende bei einem Minus von 5,1 Prozent noch in weiter Ferne. mas
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