Havas kündigt Umstrukturierungen an

Donnerstag, 31. Juli 2003

Mit einem Umsatzminus von 18,8 Prozent geht die französische Werbeholding Havas aus dem 1. Halbjahr 2003. Insgesamt lag der Umsatz der Gruppe in den ersten sechs Monaten des Jares bei 835,6 Millionen Euro (1. HJ 2002: 1,029 Millionen Euro). Um den Wachstumsmotor wieder anzukurbeln, kündigte Havas-Chef Alain de Pouzilhac grundlegende Umstrukturierungen an. "Vereinfachen, rationalisieren, Überschneidungen vermeiden" gab er als Motto für die nächsten Monate aus.

Die wichtigsten Änderungen betreffen die Aufstellung der einzelnen Agenturtöchter. So soll Euro RSCG zum einzigen weltweiten Netzwerk von Havas aufgewertet werden, das sich um die internationalen Kunden kümmert. Die zweite Havas-Tochter Arnold soll nur noch "als kreative Alternative" in den Kernmärkten vertreten sein, erläuterte de Pouzilhac. Bei Media Planning Group (MPG) werde die Mediakompetenz gebündelt. "Alle Spezialagenturen, die daneben noch zur Holding gehören, werden bei Euro RSCG oder MPG integriert", kündigte Pouzilhac an. Das bedeute auch, dass sich Havas von Unternehmen, die keinen strategischen Nutzen für eines der beiden Netzwerke bietet, trennen werde.

In der Halbjahresbilanz waren die Einbrüche in Europa (minus 11,1 Prozent) und Südamerika (minus 7,8 Prozent) besonders schmerzhaft für die Holding. Gesplittet nach Disziplinen wurde insbesondere der Below-the-Line-Bereich in Mitleidenschaft gezogen (minus 11,4 Prozent). Bereinigt um Wechselkursschwankungen ergibt sich für das 1. Halbjahr 2003 ein Umsatzminus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Ursachen für das schlechte Ergebnis nennt Havas zum einen das schwierige Marktumfeld insbesondere in Europa, aber auch den Irak-Krieg und die SARS-Krise. sib
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