Havas-Media-Chef nimmt Regierungen und Marken in die Pflicht

Mittwoch, 28. Januar 2009
Spricht Tacheles: Alfonso Rodés
Spricht Tacheles: Alfonso Rodés

Regierungen und Marken sollen Kommunikationsstrategien entwickeln, um das Vertrauen der Verbrauchen in ihre Wirtschaftssysteme wieder herzustellen. Das forderte Alfonso Rodés, Chef des weltweiten Mediaagentur-Netzwerks Havas Media, im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums Davos. "Die Konsumenten sind ob der Wirtschaftskrise verängstigt, verwirrt und unsicher. Doch den meisten Marken fällt nichts anderes ein, als ihre Marketingbudgets zu kürzen und weniger zu kommunizieren", kritisierte Rodés beim Emerging Markets Investors Roundtable in Zürich. Dabei sei Kommunikation in Zeiten der Krise noch entscheidender als sonst. Insofern sei es – ähnlich wie in einer kriselnden Ehe – absolut kontraproduktiv, nicht mehr zu reden, zumal der Einfluss der Marken auf die Verbraucher größer sei als vielfach angenommen: "Globale Marketer haben ein riesiges Potenzial, die Konsumenten in der Krise zu führen und zu beruhigen, die Kundenbindung zu erhöhen und den Konsum anzukurbeln."

Zudem stünden Regierungen und Marken heute sehr viel mehr Kommunikationskanäle zur Verfügung als während der letzten großen Krise 2001. Somit hätten die Akteure deutlich mehr Möglichkeiten, sinnstiftende Beziehungen zu den Verbrauchern aufzubauen.
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