Halbnackt vor dem Kreml: Blush demonstriert für Pussy Riot

Montag, 25. März 2013
Demo in Eiseskälte: Blush fordert freilassung von Pussy Riot
Demo in Eiseskälte: Blush fordert freilassung von Pussy Riot

Blush setzt sich einmal mehr für die Befreiung von Pussy Riot ein. Anders als im vergangenen Sommer, als das Berliner Dessous-Label und seine Agentur Glow in Berlin mit einer doch recht fragwürdigen Verunstaltung von Plakaten PR in eigener Sache machten, hat sich Blush diesmal für eine etwas ernsthaftere und gefährlichere Art des Protests entschieden und ein kaum bekleidetes Unterwäschemodel auf dem roten Platz demonstrieren lassen. Dem Filmteam machten offenbar nicht nur die Temperaturen von minus 15 Grad Celsius zu schaffen. Wie Blush mitteilt, wurde es bei der "sexy Demo" am roten Platz für die Fimcrew am Ende sogar recht brenzlig. Das Team sei nur knapp einem Zugriff durch die russische Polizei entgangen. Zuvor war das lediglich mit einem frühlingsgrünen Dessous-Set, einem roten Netzoverall und einer Pussy-Riot-Maske bekleidete Blush-Model anlässlich des ersten Jahrestages des berühmten Pussy Riot -Auftritts in einer Moskauer Kirche zum roten Platz in Moskau marschiert, um dort für die Freilassung der regierungs- und kirchenkritischen Punkrock-Girl-Band zu demonstrieren. Pussy Riot hatte 2012 mit dem Auftritt in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau für große Empörung gesorgt. Die drei weiblichen Bandmitglieder wurden anschließend verhaftet und am 17. August 2012 zu zwei Jahren Straflager verurteilt.

Die sexy Demo in Moskau war nicht die erste Kundgebung von Blush in einer großen Metropole. So gab es bereits ähnliche Aktionen in Berlin und Paris, aus denen ebenfalls Werbespots entstanden sind. Das in Berlin gedrehte Commercial zeigt eine junge Frau in Lingerie, die in Anspielung an das 50 Milliarden Euro schwere Stimulationspaket der Bundesregierung zeigt, wie man schon mit 89,90 Euro eine stimulierende Wirkung erzielen kann. Im zweiten Clip Pardon Paris! machte Blush der französischen Hauptstadt ihren Rang als Welthauptstadt der Lingerie streitig. mas
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