HORIZONT-Umfrage: OMG-Modell dient als Vorbild für Kooperation von GWA und GPRA

Donnerstag, 04. Oktober 2001

Bei dem geplanten Zusammenschluss der Gesellschaft Public-Relations-Agenturen (GPRA) mit dem Gesamtverband Werbeagenturen (GWA) handelt es sich nicht um eine Fusion. Statt dessen strebt der GWA eine Konstruktion "nach dem Vorbild der Organisation Mediaagenturen im GWA (OMG)" an, erklärt GWA-Präsident Lothar S. Leonhard im HORIZONT-Interview.

Die GPRA solle als Fachverband erhalten bleiben und Mitglied im GWA werden. Vorausgesetzt, die Mitgliederversammlungen der beiden Verbände stimmen der geplanten Kooperation zu, wollen die Vorstände den GPRA-Beitritt zum 1. Oktober 2002 vorbereiten.

Allerdings regt sich vor allem bei den Vertretern kleiner und mittelständischer PR-Agenturen Widerstand. Sie fürchten um das eigenständige Erscheinungsbild der GPRA. Zudem wird Kritik am Führungsstil der GPRA-Spitze laut. Einige Agenturvertreter werfen dem Präsidium vor, die Mitglieder zu "überfahren" und mit einer "Überrumpelungstaktik" zu Werke zu gehen.

Streit bahnt sich unterdessen auch in der Debatte um den künftigen Namen des Verbandes an. Der GWA-Vorstand will den Namen Gesamtverband Kommunikationsagenturen zusammen mit dem Kürzel GWA durchsetzen. Die GPRA-Führung lehnt dagegen das Kürzel GWA ab. Mehr zur aktuellen Diskussion um die Verbandshochzeit und das komplette Interview mit GWA-Chef Leonhard lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT.
Meist gelesen
stats