Group M korrigiert Prognose für globale Werbeausgaben nach unten

Freitag, 20. Juli 2012
Adam Smith, Futures Director von Group M, ist nicht zu Jubelsprüngen aufgelegt
Adam Smith, Futures Director von Group M, ist nicht zu Jubelsprüngen aufgelegt

Die Group M hat ihre Prognose für den weltweiten Werbemarkt nach unten korrigiert. Laut der Mediaholding aus dem Hause WPP sollen die globalen Werbeausgaben trotz Großereignisse wie den Olympischen Sommerspielen, dem US-Wahlkampf und der Fußball-Europameisterschaft nur noch um 5,1 Prozent wachsen. Zuvor hatte Group M mit einem Anstieg von 6,3 Prozent gerechnet. Begründet wird die Korrektur mit einer "unsicheren Wirtschaftslage" in Europa und den USA. Für 2012 rechnet Group M also mit einem Werbeaufkommen in Höhe von rund 506 Milliarden Dollar – zuvor waren es 522 Milliarden Dollar. Das geht aus ihrem gerade erschienenen zweijährlichen Report "This Year, Next Year" hervor, der auf den Berichten aus 70 Ländern, in denen Marktforschungsfirmen und Agenturen des Londoner Mutterkonzerns WPP vertreten sind, basiert. Für 2013 prognostiziert Group M einen etwas besseren Anstieg von 5,3 Prozent, was einem Gesamtbetrag von rund 533 Milliarden Dollar entspricht.

In den USA schraubt Group M ihre im Dezember vergangenen Jahres veröffentlichten Erwartungen von 4 Prozent auf 3,6 Prozent herunter und kommt dadurch auf insgesamt rund 153 Milliarden Dollar. Für 2013 sagt die Holding eine Summe von knapp über 157 Milliarden Dollar voraus.

Für West-Europa rechnet Group M dagegen mit einem Verlust der Werbeeinnahmen in 2012 von minus 0,7 Prozent (rund 102 Milliarden Euro), Zentral- und Ost-Europa nimmt auf niedrigem Niveau zu (plus 8,3 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro). In Europas Sorgenstaaten Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien - so die Prognose des Mediaagenturverbunds - werden die Werbeinvestitionen um satte 8,8 Prozent fallen (nach einem Minus von 6,6 Prozent in 2011). Eine Stabilisierung sagt Group M für 2013 voraus.

Wachstumsbereich sind nach wie vor die digitalen Medien. In diesem Jahr sollen die Digital-Spendings weltweit um 18 Prozent auf 99 Milliarden Dollar steigen (frühere Prognose: 16 Prozent). Damit wird diese Sparte rund ein Fünftel der gesamten weltweiten Werbeausgaben ausmachen. 2013 soll das Plus sogar bei 22 Prozent liegen. jm
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