Group M: Deutscher Werbemarkt schrumpft 2010 um 2,8 Prozent

Dienstag, 08. Dezember 2009
Auch die Group M sieht 2010 noch kein Wachstum in Deutschland
Auch die Group M sieht 2010 noch kein Wachstum in Deutschland
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Und noch eine Prognose: Nachdem die Publicis-Tochter Zenith Optimedia bereits am Dienstagmorgen ihre Einschätzung zur Entwicklung der weltweiten Werbeausgaben kundgetan hat, legt nun auch das zum WPP-Konzern gehörende Media-Network Group M nach. Nach Einschätzung der in London ansässigen Dachgesellschaft von Mediacom, Mediaedge CIA und Mindshare wird sich der Werbemarkt im kommenden Jahr wieder spürbar erholen. Die Spendings sollen global um 0,8 Prozent auf umgerechnet 495 Milliarden Euro ansteigen. Das vorhergesagte Mini-Wachstum zeigt, dass sich die Stimmung deutlich aufhellt. Zuletzt war das Unternehmen noch von einem Minus von 1,4 Prozent ausgegangen. Optimistisch stimmt auch, dass nicht nur die Group M ein Wachstum bei den Werbeinvestitionen für möglich hält. So kommt Zenith Optimedia beinahe zu demselben Ergebnis. Die Publicis-Tochter hat für 2010 ein Plus von 0,9 Prozent in Aussicht gestellt.

Deutlich auseinander liegen die Agenturen allerdings bei ihrer Einschätzung des laufenden Jahres. Während Zenith Optimedia ein Minus von 10,2 Prozent veranschlagt, geht Group M lediglich von einem Rückgang in Höhe von 6,6 Prozent auf rund 490 Milliarden Euro aus.

Deutschland geht leer aus

Group-M-Manager Adam Smith
Group-M-Manager Adam Smith
Einig sind sich die Media-Spezialisten wiederum darin, dass Deutschland so schnell nichts von dem Wachstum zu spüren bekommt. Group M geht davon aus, dass Nationen wie Brasilien, Russland, Indien, Indonesien und China die Treiber des bescheidenen Aufschwungs sind. Die Märkte in den USA und Westeuropa werden dagegen auch im kommenden Jahr noch unter der Flaute leiden.

"In den USA und vielen anderen gestättigten Märkten wird die schleppende Entwicklung am Arbeitsmarkt das Wachstum wohl bis 2011 verschieben", sagt Adam Smith, Futures Director  bei Group M.

Besonders stark soll der Rückgang im kommenden Jahr in den USA ausfallen, wo die Spendings um 4,3 Prozent sinken sollen. In Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan und Großbritannien sollen die Ausgaben um 2,8 Prozent zurückgehen. mas 
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