Grey und DDB kämpfen im Finale um Allianz-Millionen

Freitag, 28. August 2009
Pitch bei der Allianz geht ins Finale
Pitch bei der Allianz geht ins Finale

Der Kreis der Aspiranten auf den Werbeetat des Versicherungsriesen Allianz lichtet sich. Nach Informationen von HORIZONT sind zwei der vier Teilnehmer aus dem Pitch ausgeschieden. Nicht mehr dabei sind demnach BBDO und Y&R. Weiterhin Hoffnungen machen können sich dagegen Grey und DDB. Besonders bitter ist das Ausscheiden für BBDO Berlin. Die Omnicom-Tochter hat bislang den internationalen Etat der Allianz betreut. Der Konzern war der größte Kunde der Hauptstadt-Niederlassung von BBDO und trägt rund ein Drittel zu ihrem Umsatz bei. Nach dem jetzigen Etatverlust, der Ende des Jahres wirksam wird, ist noch offen, welche Konsequenzen nötig werden. Ein Stellenabbau scheint jedoch unvermeidlich. Derzeit sind schätzungsweise rund 50 Mitarbeiter in dem Büro beschäftigt.

Holding-Chef Anton Hildmann stärkt BBDO Berlin unterdessen demonstrativ den Rücken: "Das betroffene Büro steht überhaupt nicht zur Disposition. Wir werden mit dem Management in Ruhe besprechen, wie wir mit der Situation umgehen. Eines ist aber klar: BBDO bleibt auch weiterhin in Berlin."

Der Etatverlust ist aber auch für Hildmann persönlich eine Niederlage. Denn neben den Standortverantwortlichen um den Berliner Kreativchef Jan Leube hatten sich er selbst und BBDO-Consulting-Chef Udo Klein-Bölting, dem beste Beziehungen zur Allianz nachgesagt werden, mächtig ins Zeug gelegt, um den Etat zu verteidigen.

Nach anfänglich anderem Stimmungsbild wird derzeit Grey als Favorit gehandelt. Die WPP-Tochter betreut mit ihrem Ableger Atletico den Deutschland-Etat der Allianz. Neben ihrem Konzept geht nun der Vorschlag von DDB in einen Test. Das Ergebnis soll in einigen Wochen vorliegen. Mit einer einer Entscheidung ist im Oktober zu rechnen. mam   
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