Grey schnappt sich Shopping-Spezialist Frey G2

Freitag, 13. Juli 2012
CEO Peter Dräger wird Grey Shopper mit Gaby Hunstiger führen
CEO Peter Dräger wird Grey Shopper mit Gaby Hunstiger führen

Die Düsseldorfer Werbeagentur Grey übernimmt den Spezialisten für Handelsmarketing Frey G2 komplett. Agenturmitbegründer Ulrich Frey gibt alle operativen Aufgaben ab und plant nun sein eigenes Institut für Shopper-Marketing. Frey G2 wurde bereits in Grey Shopper umbenannt und zieht vollständig unter das Dach der Agenturgruppe am Platz der Ideen in Düsseldorf. Das Nachsehen haben die Argonauten G2, die wie Grey zur britischen WPP-Holding gehören und im Jahr 2003 mit Frey verschmolzen wurden. Dass Frey G2 nun bei Grey andockt, ist erstaunlich, denn die Argonauten G2 (Interactive, Dialog-Marketing, Sales Promotions) haben sich gut mit den Shopping-Spezialisten ergänzt. Im Vorfeld habe es durchaus "intensive, aber rein sachlich getriebene Business-Diskussionen" gegeben, räumt Uli Veigel ein. Doch in seinem Zukunftsplan spielt der Shopping-Bereich eine wichtige Rolle "und deshalb habe ich mich um diese Lösung bemüht", sagt der Chairman und CEO der deutschen Grey Group.

"Aus unserer Sicht ist die Kombination mit Grey ideal", sagt Peter Dräger. Er ist der neue CEO von Grey Shopper und wird die Agentur mit Managing Direktorin Gaby Hunstiger führen. Beide arbeiten schon seit 23 Jahren in der Agentur und sind sozusagen das Kronprinzenpaar, an die Agenturgründer Frey das Zepter übergibt. Der 59-Jährige hatte die Agentur unter den Namen Frey Beaumont Bennett im Jahr 1986 gemeinsam mit Grey gegründet und hielt bis dato 50 Prozent der Anteile. Laut Veigel wird er dem Network weiter beratend zur Seite stehen und hofft vor allem auf Freys Unterstützung bei der Integration der Agentur in die Grey-Gruppe.

Außerdem plant Frey ein eigenes Institut für Shopping-Marketing, das er ohne die finanzielle Beteiligung von Grey aufbauen möchte. Bei Grey Shopper arbeiten 40 feste Mitarbeiter, die laut Veigel die nun "gesamte Shopper-Journey" abdecken können, denn die individuelle Konsumentenansprache sei evident und setze sich in der Markenartikelindustrie immer stärker durch. ejej
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