Grey legt leicht zu

Dienstag, 07. Dezember 2004

Die deutsche Grey-Gruppe hat ihren Honorarumsatz im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr leicht steigern können. Das verkündete Bernd M. Michael auf seiner letzten Pressekonferenz als CEO der Grey Global Group Middle Europe. Zugleich erklärte er, dass sich das Ergebnis deutlich besser entwickelt habe als im Vorjahr, allerdings ohne genaue Zahlen zu nennen. Die Ergebnisverbesserung dürfte im Wesentlichen aus Sparmaßnahmen resultieren.

Die Marge soll zuletzt wieder oberhalb der 5,8 Prozent gelegen haben, die der Mutterkonzern ausweist. "Aber noch ist die Wunschrendite nicht erreicht" so Michael. Die letzte veröffentlichte Umsatzzahl aus dem Jahr 2002 weist für die deutsche Grey-Gruppe einen Honorarumsatz von 150,75 Millionen Euro aus. Die Zahl der Mitarbeiter liegt zum 30. September 2004 bei 1174. Sie sind in 46 Büros in acht Städten beschäftigt.

Im Rahmen der Neuorganisation der Gruppe wird die Grey Global Group Europa in zwei Regionen aufgeteilt: Deutschland und die Schweiz einerseits, Central and Eastern Europe andererseits. In der deutschsprachigen Region gibt es künftig vier Business-Lines: Media, Werbung, Marketing-Services, Corporate. Die Holding soll zum 30. September 2005 in eine reine Finanz- und Service-Gesellschaft überführt werden. Zu diesem Zeitpunkt steigt auch Michael aus der Grey-Gruppe aus.

Die Eingliederung in die WPP-Gruppe sieht Michael trotz der jüngsten Interventionen der EU-Kommission nicht gefährdet. "Der Vorgang wird sich dadurch lediglich um zwei Monate verzögern". Für den Werbemarkt prognostiziert Michael für 2004 ein leichtes Wachstum von 1 bis 2 Prozent. 2005 rechnet er mit einer weiteren Aufwärtsentwicklung. mam
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