Grey kann mit Mühe das Vorjahresergebnis halten

Dienstag, 03. Dezember 2002

Die Konjunkturkrise hat auch in der Bilanz der Grey Gruppe Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Erstmals seit vielen Jahren verzeichnet die zweitgrößte deutsche Agenturgruppe kein Wachstum. Das Gross Income blieb mit rund 150,7 Millionen Euro exakt auf dem Vorjahresniveau. Das erfolgreiche Neugeschäft konnte gerade die Etatverluste und die zum Teil erheblichen Budgetkürzungen ausgleichen. Beim Gewinn verzeichnet die Gruppe eine Verschlechterung, obwohl man in den vergangenen Jahren bereits die Kosten reduziert hatte.

Leichte Einbußen beim Gross Income musste Grey in der Schweiz (-2,8 Prozent) und Österreich (-1,6 Prozent) hinnehmen. Erfolgreicher konnte sich die Agentur dagegen in den osteuropäischen Märkten behaupten. Dort legte Grey mit 6,5 Prozent deutlich zu. Für das kommende Jahr kündigt CEO Bernd M. Michael einige Agenturzusammenlegungen an, die die Gruppe beweglicher machen sollen. Die Prognose des Marken-Experten bleibt verhalten, zumal er mit einem weiter rückläufigen Markt rechnet: "Grey will besser sein als der Markt - auch wenn besser hier besser klingt als es ist."
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