Grey-Bilanz: Quantitatives Wachstum bleibt aus

Dienstag, 04. Dezember 2007
Ist mit der Entwicklung zufrieden: Uli Veigel
Ist mit der Entwicklung zufrieden: Uli Veigel

Nach dem Verlust des Telekom-Teiletats hat sich der Umsatz der deutschen Grey Gruppe 2007 auf Vorjahresniveau entwickelt. "Qualitatives Wachstum stand dieses Jahr im Vordergrund", sagt CEO Uli Veigel.

Konkrete Zahlen darf die Agenturgruppe aufgrund des Sarbanes Oxley Acts nicht veröffentlichen. "Wir sind vor allem mit der Entwicklung unserer Ertragskraft sehr zufrieden, das Margen-Niveau ist wieder zweistellig", fasst Veigel zusammen. Außer der Telekom muss das Hamburger Büro von Grey auch den Kunden Rügenwalder abgeben. Infolge dessen wurde Grey & Wolff kürzlich bei Argonauten G2 integriert. Nichtsdestotrotz spricht Grey von einem "Rekordjahr für New Business", da 55 neue Kunden oder neue Aufgaben von bestehender Kunden hinzugewonnen werden konnten. Neugeschäft gab es unter anderem von Karstadt Sports, Golden Toast, Apetito, Toshiba, Yakult und Birkenstock. Dem gegenüber steht aber auch der Verlust von Nokia und Novartis, zwei Etats die Grey auf internationaler Ebene abgeben musste.

Im kommenden Jahr will Veigel "einige Baustellen" bearbeiten, um die vor einigen Jahren hochgesteckten Ziele zu erreichen. Dazu will er die integrierte Kommunikation weiter ausbauen, das Agentur-Portfolio überprüfen und nicht zuletzt die Neuaufstellung in Hamburg durchsetzen. In der Hansestadt wird G2 mit dem neu gegründeten Ableger G2 Brand Communication Exklusiv-Büro für den Kunden BAT (Lucky Strike, Dunhill), das auch als Hub für internationale Kampagnen fungieren soll. Außerdem betreut die Niederlassung künftig den Kunden Axel Springer in Hamburg und Berlin.
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