Google Music: Werbespot unterschlägt 8 Jahre Musikgeschichte

Freitag, 18. November 2011
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In diesen Tagen ist Google ins Musikgeschäft eingestiegen - schlappe acht Jahre, nachdem Apple mit iTunes diesen Industriezweig revolutioniert hat. Wie das Musikkaufhaus "Google Music" funktioniert, erklärt der Internetriese mit Sitz im kalifornischen Mountain View jetzt in einem Werbeclip. Kurios: Das "Spätzünder"-Image, das einige Medien dem Konzern in diesem Zusammenhang anhängen, wird durch den Spot sogar noch untermauert. Denn dieser hätte so bereits vor zehn Jahren laufen können. So beginnt der inhouse kreierte Online-Clip mit einer Zeitreise in die ferne Vergangenheit der Musikindustrie und zeigt mit Schallplatte und Kassette Tonträger, die schon beinahe vor Jahrzehnten eingemottet wurden. Schließlich kommt Google dann immerhin doch noch bei der CD an, um anschließend zu verkünden: Es gibt etwas Neues. Jetzt spielt die Musik bei Google!

Google hatte seinen Musik-Dienst Mitte der Woche gelauncht. Der Konzern fordert damit als Spätstarter im Vertrieb von Songs die Konkurrenten Apple und Amazon heraus. Hierfür arbeitet Google mit drei großen Labels zusammen: Universal Music, EMI und Sony Music. Eingebunden ist der neue Dienst auch bei Google+. Nutzer können ein Lied, das sie im Android Market gekauft haben, ihre Freunde im Online-Netzwerk ein Mal kostenlos hören lassen. Zum Start will Google mit exklusivem Material wie beispielsweise kostenlosen Songs von Coldplay und Shakira punkten. Insgesamt stehen derzeit rund 8 Millionen Titel zur Verfügung. Das Angebot soll in Kürze auf 13 Millionen Songs ausgebaut werden.

Zum Leidwesen deutscher Musikfans funktioniert Googles neuer Musikladen nur in den USA. Hiesige Musikfans müssen sich noch gedulden. Wann das Angebot auch in Deutschland verfügbar ist, ist noch nicht bekannt. jm
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