Gewinn bei WPP bricht um fast 50 Prozent ein

Mittwoch, 26. August 2009
WPP-Chef Martin Sorrell spürt die Krise
WPP-Chef Martin Sorrell spürt die Krise

Die britische Werbeholding WPP bekommt die Wirtschaftskrise voll zu spüren. Der Vorsteuergewinn der Muttergesellschaft von Networks wie Y&R, Ogilvy, JWT sowie der Mediaagenturgruppe Group M ist im 1. Halbjahr 2009 um fast 50 Prozent auf 179 Millionen Pfund (rund 205 Millionen Euro) eingebrochen. Als Grund nennt das Unternehmen die Auswirkungen der weltweiten Rezession in fast allen Service-Sektoren. Dabei habe sich die Situation im 2. Quartal sogar noch verschärft. Allerdings zeigen die Ergebnisse für den Monat Juli bereits ein "weniger schlechtes" Bild.

Gegengesteuert hat das Mangement um Holding-Chef Martin Sorrell nicht zuletzt mit Stellenstreichungen. Zum Stichtag 30. Juni beschäftigte die Holding weltweit 106.683 Mitarbeiter. Das ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag ein Minus von 5,8 Prozent. Ende Juli hat sich dieser Wert sogar auf 6,3 Prozent erhöht. Zudem hat WPP die Ausgaben für Reisen und Weiterbildung deutlich zurückgefahren.

Der um Währungseffekte und Akquisitionen bereinigte Umsatz ging im 1. Halbjahr um 8,3 Prozent zurück. Prognostiziert hatte die Gruppe einen Minus von 4 Prozent. Rechnet man die Akquisition der Marktforschungsfirma TNS hinzu, ergibt sich ein Umsatzplus von 28 Prozent auf rund 4,29 Milliarden Pfund.

Im kommenden Jahr erwartet WPP - trotz Fußball-WM, Olympischen Winterspielen und Expo in Shanghai - keine größeren Wachstumsimpluse und rechnet mit einem stabilen Ergebnis. mam       
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