Gemeinsame Kampagne für die Werbung

Montag, 23. Februar 1998

Der Gesamtverband Werbeagenturen (GWA) macht Dampf beim Thema Werbung für die Werbung - in dem Agenturverband bereits seit längerem in der Diskussion. Mit im Boot ist die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM). Die beiden Verbände haben sich darauf geeinigt, eine gemeinsame Kampagne zu realisieren, die die Bedeutung von Werbung imageträchtig unterstreichen soll. Vorbild ist dieKampagne des US-amerikanischen Agenturverbandes International Advertising Association (IAA) mit dem Claim "Advertising, your right to choose." Die Kampagne soll für Deutschland adaptiert werden undnoch vor den Bundestagswahlen im Herbst starten. GWA-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning von Vieregge: "Aufgrund der zugespitzten politischen Dimension der Diskussion um die Werbung wie etwa die beiden Themen Tabakwerbung und Dominoeffekte hat eine Aktion, Werbung für die Werbung zu machen, neue Aktualität bekommen." Von Vieregge kann sich vorstellen, daß auch andere kommunikationsnahe Verbände die Aktion begleiten werden. Bereits unter Dach und Fach ist ein anderes Projekt des GWA: In München wurde soeben die Mittelstandsgemeinschaft Werbeagenturen gegründet. Das Ziel: Empfehlungen für die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten zu erarbeiten, die "zu einer Verringerung der strukturellen Nachteile kleiner und mittlerer Agenturen gegenüber Großagenturen führen könnten", heißt es inder Gründungserklärung.
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