Gelben Seiten starten Werbeoffensive

Mittwoch, 02. Oktober 2002

Mit zwei neuen TV-Spots starten die Gelben Seiten, Deutschlands größtes Branchenverzeichnis, nach viermonatiger Bildschirmabstinenz wieder im Werbefernsehen. Entwickelt wurden die skurrilen Geschichten von Philipp und Keuntje (PuK). Die Hamburger Agentur hatte den knapp achtstelligen Werbeetat im Sommer dieses Jahres gewonnen. Für die Kreativen bestand die große Herausforderung darin, diesen Markenklassiker, der einen bundesweiten Bekanntheitsgrad von 94 Prozent der Gesamtbevölkerung genießt, auf überraschende und sympathische Weise neu zu inszenieren. "Die Kampagne zeigt ganz normale Leute, die auf der Suche nach einer Dienstleistung sind", erläutert Hartwig Keuntje, Kreativgeschäftsführer von PuK, das Konzept. "Plötzlich sehen sie die vermeintliche Lösung zum Greifen nahe vor sich und versuchen ohne Rücksicht auf Verluste, an das Objekts ihrer Begierde heranzukommen.

Ein Spot erzählt beispielsweise die Geschichte eines offensichtlich wild gewordener Mini-Fahrer. Er prescht wie vom Teufel besessen hinter einem bemannten Rasenmäher her. Und als er den Fahrer des Rasenmähers zu fassen bekommt, schlägt der Verfolger ihn nicht etwa nieder, sondern schließt sein Opfer in die Arme und drückt ihm einen saftigen Schmatzer auf die Wange. Kommentar aus dem Off: "Sie suchen einen Gärtner? Schauen Sie lieber in die Gelben Seiten!"

Bis April 2001 arbeitete die Servicegesellschaft der DeTeMedien mit Scholz & Friends in Berlin zusammen. Produziert wurden die beiden 30-Sekünder von 539090 in Hamburg. Ab 4. Oktober sind die Spots auf reichweitenstarken Privatsendern zu sehen. Parallel dazu startet eine bundesweite Funkkampagne, bestehend aus sieben 25-Sekündern.
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