Geistiges Gut in Gefahr: Kommunikationsverband kritisiert BGH-Urteil

Donnerstag, 16. September 2004

Der Kommunikationsverband in Bonn fordert Agenturen und Dienstleister auf, ihre Ideen besser zu schützen. Anlass zur Warnung vor dem Ideenklau durch Kunden gibt der Branchenvertretung ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), mit dem ein Rechtsstreit um ein Honorar für die Erarbeitung eines Marketingkonzepts endete. Darin wird dem beklagten Kunden Recht gegeben. Denn laut dem BGH-Urteil (X ZR 211/02) konnte der klagende Dienstleister trotz erbrachter Arbeit nicht nachweisen, dass es eine ausreichende Vereinbarung über die von der Agentur geforderten Honorare gegeben hatte.

"Diese BGH-Entscheidung macht für alle Dienstleister in der Kommunikationswirtschaft erneut deutlich, dass im Vorfeld einer konkreten Zusammenarbeit oder beim Pitch mit dem Kunden klare Absprachen über eine spätere Nutzung getroffen werden müssen", kommentiert Verbandspräsident und Lowe-Chef Klaus Flettner das Karlsruher Urteil. Seinen Mitgliedern empfiehlt der Kommunikationsverband ihre Konzepte im so genannten Ideentresor bei der Bundesgeschäftsstelle einzureichen. Sie bestätigt den Agenturen anschließend per Urkunde, wann ihr geistiges Gut beim Verband hinterlegt wurde. ems
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