GWA senkt seine Konjunkturprognose drastisch

Dienstag, 26. Mai 2009
GWA-Präsident Mahrenholz: "Die Krise zieht immer weitere Kreise"
GWA-Präsident Mahrenholz: "Die Krise zieht immer weitere Kreise"

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA korrigiert seine Konjunkturprognose 2009 für den deutschen Agenturmarkt deutlich nach unten. Statt von einer stagnierenden Entwicklung bei den Umsätzen und den Renditen - wie noch im Frühjahrsmonitor Anfang März prognostiziert - ist nun von massiven Einbrüchen die Rede. Für die eigene Agentur rechnen die im April und Mai befragten Agenturchefs mit einer Renditeentwicklung von minus 16 Prozent. Im Frühjahrsmonitor (FM) lag der entsprechende Wert bei minus 0,5 Prozent. Auch in Bezug auf die Branche sind die Befragten pessimistischer als zuletzt. Hier erwarten mehr als 22 Prozent eine rückläufige Renditeentwicklung (FM: minus 7,4 Prozent). Bei der Umsatzentwicklung für die Branche erwarten die GWA-Mitglieder jetzt ein Minus von 8 Prozent (FM: minus 6,3 Prozent).

Stark betroffen sind die Werbedienstleister von der Tendenz, dass Kunden die Veträge neu verhandeln wollen - mit dem Ziel, die Honorare zu drücken. Mehr als 80 Prozent der Befragten sehen die Branche mit dieser Entwicklung konfrontiert. In Bezug auf die eigene Agentur fällt die Antwort positiver aus. Hier sehen sich knapp 35 Prozent "sehr stark oder stark" von diesem Trend betroffen.

GWA-Präsident Peter John Mahrenholz, der sich bei der Präsentation des Frühjahrsmonitors im März noch vergleichweise optimistisch gezeigt hatte, räumt ein, dass die gesamtwirtschaftliche Situation nun auch auf die Agenturen durchschlägt. "Die aktuelle Krise zieht immer weitere Kreise und wird für immer mehr Unternehmen spürbar. Viele Agenturen, die sich noch im Januar verhalten optimistisch zeigten, haben ihre Erwartungen deutlich nach unten korrigieren müssen." An der Befragung nahmen 53 Agenturchefs teil. Insgesamt vertritt der GWA 123 Mitgliedsfirmen. mam  
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