GWA rechnet für 2004 mit Trendwende

Donnerstag, 16. Oktober 2003

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA prognostiziert für das kommende Jahr wieder steigende Umsätze. Von den 95 für den Herbstmonitor befragten Mitgliedsagenturen rechnen 84 Prozent mit einem Wachstum zwischen 1 und 5 Prozent. "Der Optimismus begründet sich auf den Frühindikator Spending-Signale", sagt GWA-Präsident Holger Jung. Über 70 Prozent der Befragten hat positive Zeichen von den Kunden erhalten, die Ausgaben im kommenden Jahr zu erhöhen. Vor allem die Branchen Nahrungs- und Genussmittel, Banken und Finanzdienstleistungen und die Automobilindustrie wollen ihre Etats erhöhen. "Die Gespräche mit den Kunden zeigen, dass der Paradigmenwechsel da ist", so Rainer Zimmermann, CEO von Deutschlands größter Werbeagentur BBDO.

Trotzdem haben viele Agenturen die Talsohle noch nicht durchschritten. 45 Prozent der Befragten befürchten, 2004 weitere Sparprogramme anregen zu müssen, 40 Prozent halten sich Kürzungen offen. 2003 haben bislang 86 Prozent die Kosten gekappt. Der wichtigste Kostenblock sind die Personalkosten - 97 Prozent der Agenturen, die gespart haben, haben an diesem Punkt gekürzt. "Das ist die effizienteste Sparmöglichkeit", erklärt Jung. An zweiter Stelle nannten die Befragten Einsparungen in den Reisekosten (81 Prozent), gefolgt von Raumkosten (49 Prozent). pap
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