GWA korrigiert Wachstumsprognose nach unten

Donnerstag, 11. Oktober 2007
Ist mit den Margen im Online-Bereich unzufrieden: GWA-Präsident Holger Jung
Ist mit den Margen im Online-Bereich unzufrieden: GWA-Präsident Holger Jung

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA erwartet 2007 ein geringeres Wachstum der Agenturbranche als im Frühjahr vorhergesagt. Bei der Vorstellung des Herbsmonitors in Berlin erklärte GWA-Präsident Holger Jung, dass man aufgrund der aktuellen Mitgliederbefragung nun von einem Umsatzplus von 4,2 Prozent ausgeht. Im Frühjahr hatte der Verband noch einen Zuwachs von 5 bis 6 Prozent prognostiziert.

Die leicht gebremste Zuversicht ist laut Jung auf Unsicherheiten über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen. Dabei würden auch Faktoren wie die US-Hypothekenkrise, der hohe Eurokurs und damit möglicherweise zurückgehende Exporterwartungen eine Rolle spielen.

Auch bei der Renditeentwicklung setzt sich die Abkühlung fort. Waren im Herbstmonitor 2006 noch 67 Prozent der befragten Agenturchefs in diesem Punkt "sehr" oder "eher zufrieden", sind es jetzt nur noch 44 Prozent. Zugleich ist die Unzufriedenheit mit den Renditen um 7 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die im Durchschnitt erzielte Rendite von GWA-Agenturen liegt bezogen auf das betreute Billingvolumen bei knapp unter 2 Prozent.

Hauptgewinnbringer der Verbandsmitglieder ist laut Herbstmonitor nach wie vor die klassische Werbung. Schwächste Gewinnbringer sind die Bereiche Eventmarketing, Packaging Design und Sponsoring. Auch mit den Margen im Online-Bereich ist GWA-Präsident Jung unzufrieden. Dies gelte vor allem für Kommunikationsdienstleistungen wie Banner und andere klassische Online-Werbemaßnahmen, weniger für CRM- und vertriebsunterstützende Aufgaben.

Die Spendingsignale aus der werbungtreibenden Wirtschaft schwächen sich im Vergleich zum Vorjahr ab. 54 Prozent der Befragten empfangen postive Signale aus der Industrie, im Vorjahr waren es noch 69. Am häufigsten als investitionsfreudig genannt wird der Bereich Finanzdienstleistungen vor Telekommunikation und Internetwirtschaft. Für das Jahr 2008 rechnet der GWA mit einem Branchenwachstum von 3,8 Prozent. mam
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