GWA kann sich im Effie-Streit durchsetzen

Dienstag, 15. März 2011
In Reih und Glied: Die GWA-Effies des vergangenen Jahres
In Reih und Glied: Die GWA-Effies des vergangenen Jahres


Happy End für den wichtigsten deutschen Effizienzpreis: Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA konnte sich im Streit mit dem US-Lizenzgeber der Marke Effie einigen. Das bewährte Einreichungsprozedere und die strengen Bewertungskriterien bleiben erhalten. Auch behält der GWA die Möglichkeit, den Effie eigenständig weiter zu optimieren.
Hintergrund für die Verhandlungen mit der amerikanischen Effie-Organisation waren deren Pläne, den Effie global zu einer einheitlichen Marke zu machen und dementsprechend auch die Teilnahme- und Bewertungskriterien länderübergreifend anzupassen. Unter anderem war vorgesehen, dass der Bereich Kreation einen deutlich höheren Stellenwert erhält als bisher. Dagegen hatte der GWA im Herbst vergangenen Jahres massive Bedenken geäußert. Inzwischen besteht Effie Worldwide offenbar nicht mehr auf einer neuen Gewichtung von Kreation sowie Effektivitäts- und Effizienzkriterien. Damit bleibe der Effie in Deutschland die harte Währung, die er immer war, erklärt der GWA. Im Schulterschluss mit anderen großen europäischen Märkten konnte sich der deutsche Agenturenverband damit in allen wesentlichen strittigen Punkten durchsetzen.

Einige Änderungen wird es aber trotzdem geben: Grundsätzlich begrüßt der GWA die Idee, den Effie als globale Marke zu führen. Deshalb wird das Design der Effie-Trophäe angepasst und alle deutschen Gewinner-Kampagnen in Zukunft in einer Datenbank mit allen internationalen Cases veröffentlicht. 

Auch der Wettbewerb an sich erfährt einige Neuerungen: So soll die die Jurysitzung von einem auf anderthalb Tage verlängert werden, um Diskussionen mehr Raum zu geben. Außerdem wird ein Ampel-System eingeführt. Der Beraterkreis, der sich aus Vertretern der führenden Marktforschungsinstitute GfK, Icon Added Value, Ipsos und Nielsen Media Research zusammensetzt, teilt die eingereichten Cases künftig nach grün, gelb und rot ein. „Grün“ heißt „uneingeschränkt für die weitere Jurierung empfohlen“, „Rot“  „nicht weiter beachtenswert“. Die „Gelb“-Cases werden in einem gesonderten Prozess unter Beteiligung von Beraterkreis und Teilen der Jury einer eigenen Prüfung unterzogen. bu
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