GWA hofft auf Branchenwachstum

Donnerstag, 22. September 2005

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA rechnet für 2006 mit steigenden Umsätzen. Bei der Präsentation der Ergebnisse des Herbstmonitors 2005 äußerte GWA-Präsident Holger Jung vorsichtig Hoffnung, dass die Agenturbranche bereits in diesem Jahr erstmals wieder etwas stärker als das gesamtwirtschaftliche Wachstum zulegen könne. Insgesamt rechnen 82 Prozent der Agenturen für 2006 mit dem gleichen oder mit mehr Umsatz als in diesem Jahr. Mit der Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2005 zeigten sich 59 Prozent der Agentur-Geschäftsführer sehr oder eher zufrieden.

Auswirkungen des Wachstums werden voraussichtlich vor allem auf dem Personalmarkt zu spüren sein, 47 Prozent der Agenturen geben an, in diesem Jahr Personal ausgebaut zu haben. Auch für das kommende Jahr wird ein weiterer Personalausbau erwartet, selbst wenn bei knapp der Hälfte der Agenturen Kostenanpassungen in verschiedenen Bereichen geplant sind.

Auch die positiven Spending-Signale der Werbungtreibenden zeigen in diesem Jahr eine leicht steigende Tendenz. Die dabei am häufigsten genannten Branchen sind wie auch in den Vorjahren Pharma/Health Care, Banken/Finanzdienstleister, Nahrungs- und Genussmittel, Telekommunikation und die Automobil-Industrie.

Allerdings hat die klassische Werbung im Kommunikationsmix 2005 an Bedeutung verloren. Bei Kunden und bei Agenturen werden in gleicher Weise die Disziplinen Verkaufsförderung, neue Medien, CRM-Maßnahmen und Direktmarketing verstärkt ausgebaut, wenngleich in unterschiedlicher Gewichtung. Abgebaut wurde dagegen das Sponsoring-Geschäft. "Ein Jahr vor der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land sicherlich ein überraschendes Ergebnis," so Holger Jung. bu

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